Die Bezirksklasse Groß-Hamburg (auch Bezirksliga Groß-Hamburg, ab 1940 1. Klasse Groß-Hamburg) war eine von drei zweitklassigen Fußballligen im Sportgau Nordmark in der Zeit des Nationalsozialismus. Sie diente bis 1942 als Unterbau der Gauliga Nordmark. Die Staffelsieger der Bezirksklasse Groß-Hamburg trafen in einer Aufstiegsrunde auf die Sieger der Bezirksklassen Schleswig-Holstein und Lübeck-Mecklenburg, in der zwei Aufsteiger zur erstklassigen Gauliga Nordmark ausgespielt wurden. 1942 wurde der Sportgau umstrukturiert und die 1. Klasse Hamburg diente fortan bis 1945 als Unterbau der Gauliga Hamburg.

Geschichte

Nach der durch die Gleichschaltung bedingten Auflösung des Norddeutschen Fußball-Verbandes 1933 wurden die Mannschaften aus Hamburg, Harburg und Wilhelmsburg in den Sportgau VII Nordmark eingeordnet. Die fünf in der Saison 1932/33 bestplatzierten Hamburger Vereine der Norddeutschen Fußballmeisterschaft erhielten einen Startplatz in der erstklassigen Gauliga, die restlichen Vereine wurden in die unteren Ligen eingeordnet.

Die Bezirksklasse Hamburg startete 1933/34 mit den Staffeln Hammonia und Hansa zu je zwölf teilnehmenden Mannschaften. Nach dieser Spielzeit wechselten die Harburger und Wilhelmsburger Vereine den Sportgau. In den folgenden Spielzeiten blieben beide Staffeln mit je zwölf Teilnehmern bestehen. Nach dem Groß-Hamburg-Gesetz wurden die Harburger und Wilhelmsburger Vereine zur Spielzeit 1937/38 wieder in den Sportgau Nordmark aufgenommen, fortan gab es mit der Staffel Germannia eine dritte Bezirksklassenstaffel. Bis auf die Spielzeit 1939/40, als erneut nur die Staffeln Hammonia und Hansa ausgespielt wurden, behielt die Bezirksklasse bis zum Spielabbruch 1945 die drei Staffeln bei. Nach der Umstrukturierung der Sportgaue hatte die seit 1940 1. Klasse Hamburg genannte Liga als Unterbau der Gauliga Hamburg bis zum Spielabbruch 1945 bestand.

Das Bezirksgebiet umfasste neben Hamburg auch angrenzende Städte wie Geesthacht, Elmshorn und Wedel.

Spielzeiten der Bezirksklasse Hamburg 1933–1945

Fettgedruckte Mannschaften setzten sich in der Aufstiegsrunde durch und stiegen zur kommenden Spielzeit in die erstklassige Gauliga auf.

Staffelmeister

Rekordmeister der Bezirksklasse Groß-Hamburg sind der FC St. Pauli, der SV Polizei Hamburg, sowie der SK Komet Hamburg, die je dreimal Staffelmeister wurden.

Ewige Tabelle

Berücksichtigt sind alle überlieferten Spiele der Spielzeiten der Bezirksklasse Hamburg von 1933 bis 1945. Da es in der Spielzeit 1938/39 zu einem Spiel kam, welches als Niederlage für beide Mannschaften gewertet wurde, gibt es mehr Niederlagen als Siege.

Quellen

  • Harburger Anzeigen und Nachrichten: Digitale Sammlung der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg
  • Bergedorfer Zeitung: Digitale Sammlung der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg
  • Hamburger Nachrichten: Digitale Sammlung der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg

GroßHamburg Stadtteilarchiv Bramfeld Geschichtswerkstatt

EQUIPOS DE FÚTBOL HAMBURGO

www.hamburgbildarchiv.de

Hamburg im 3. Reich

Hamburg zwischen 1948 und 1951